Literarische Veranstaltungen am Feudenheim-Gymnasium: Annette Hass Weber, Die Astraumnauten

Literarische Veranstaltungen im Schuljahr 2016/17

„Die Fachschaft Deutsch des Feudenheim-Gymnasiums veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Zweigstelle der Stadtbibliothek Mannheim, die sich im selben Gebäude befindet, in jedem Schuljahr Autorenlesungen. (…)

Träumen – nicht viele Tätigkeiten des Menschen beflügeln derart die Fantasie wie diese. Auch die von Annette Weber, die dieses Thema ins Zentrum ihres ersten Jugendromans rückte, aus dem sie nun am FGM vorlas. In den Genuss dieser literarischen Veranstaltung kamen die Schülerinnen und Schüler der 7a und b, die eine besondere Lesung erlebten. Klar: Annette Weber las aus ihrem Werk „Die Astraumnauten“ besondere Passagen vor. Und so erfuhren die Zuhörer von den Problemen Annas in der Schule und ihren Reisen während ihrer Träume, die sie in weit entfernte Welten brachte. Doch dabei blieb es nicht: Es gab nicht nur etwas für das Ohr, sondern auch für das Auge. Mit einem Beamer projizierte die Autorin Sandmalerei an die Wand, die das Gelesene zeitgleich eben in Bilder umsetzte. „Das war eine Idee der Illustratorin“, freute sich Annette Weber darüber, dass dieser Bestandteil der Lesung bei den Schülerinnen und Schülern so gut ankam.

Zum Schluss verriet sie noch, dass ein zweiter Teil in Planung ist und bis dahin sollten die Zuhörer das machen, was sie mit einem eingespielten Lied den Kindern am Ende der Lesung mit auf den Weg gab: Live your dream.“

 

Advertisements

BUCHMESSE › Barbara Petermann stellte „Elisa verschwindet“ vor

„Das schwer Abzeptierbare akzeptieren“.

BUCHMESSE › Verlegerin Barbara Petermann stellte „Elisa verschwindet“ vor.

Autor:Ralph Keim. In: Die Lokale. April 2016.

John Kendrick Bangs: Die Runde der allwissenden Gentlemen

Pressemitteilung: Benjamin Alt

 

Jeden Morgen wird der Frühstückssalon von Frau Smithers’ exklusiver Pension für Gentlemen zum Schauplatz erbitterter Gefechte. Die Dauergäste der Pension – allesamt gebildete Herren fortgeschrittenen Alters – haben es auf einen jungen Börsenmakler abgesehen, der ebenfalls im Hause wohnt und aufgrund seiner „Ansichten“ von allen nur „der Idiot“ genannt wird. Grund genug dazu scheint es zu geben, denn er verfügt weder über die Universitätsausbildung seiner Tischgefährten noch über deren Lebenserfahrung, was ihn jedoch keineswegs davon abhält, letztere regelmäßig in kompromittierende Diskussionen zu verwickeln. Vor allem an Sonntagen, wenn das Wetter schlecht ist und Ablenkung rar, können sich weder der Idiot noch die anderen Gäste der Verlockung verbaler Duelle erwehren – welche zumeist völlig anders ausgehen, als es sich die Kontrahenten vorgestellt haben.

Die Runde der allwissenden Gentlemen zeugt mit großem Wortwitz von der Macht der Sprache. Die kurzweiligen Dialoge der Kontrahenten stellen Hierarchien und vorgefertigte Denkweisen auf den Kopf – das Werk ist nicht zuletzt eine humorvolle, aber bissige Gesellschaftskritik, die dem Klein-, Groß- und Bildungsbürgertum auf herrlich ironische Weise seine Grenzen aufzeigt und auch heute, ein Jahrhundert nach seiner Erscheinung, erstaunlich relevant und brandaktuell bleibt.

 Bangs, Cover 1_HP

John Kendrick Bangs wurde am 27. Mai 1862 als Sohn eines Juristen in Yonkers, New York, geboren. Während seines Studiums wurde er Redakteur des Literaturmagazins der Columbia-Universität und schrieb Kurzgeschichten für Humorzeitschriften. 1884 brach er sein Jurastudium ab und wurde Mitherausgeber der Zeitschrift Life. Im Laufe seiner journalistischen Karriere führte er die Humor- und Satireredaktionen von Harper’s, Munsey’s, New Metropolitan und Puck. Mit Büchern wie The Dreamers: A Club, The Inventions of the Idiot oder Three Weeks in Politics etablierte sich Bangs als einer der wichtigsten politischen Satiriker und Gesellschaftskritiker seiner Zeit. Er starb am 21. Januar 1922 in Atlantic City, New Jersey.

Benjamin Alt, Politikstudent an der Woodrow Wilson School of Public and International Affairs der Universität Princeton, N.J., übertrug John Kendrick Bangs’ Roman ins Deutsche.

Lesung und Gespräch: Andrea van Bebber

Andrea van Bebber kommt am 9. Juni 2015 zu einer Lesung und einem Gespräch mit Dozierenden der Sozialen Arbeit an die Evangelische Hochschule Ludwigsburg.

Lesung, Andrea van Bebber, Ludwigsburg

Aslan Yilmaz lebt in der Therapeutischen Wohngruppe eines Jugendheims. Sein Vater, ein gläubiger Moslem, lehnt jeden Kontakt zu ihm ab, seit er von der Homosexualität seines Sohnes erfahren hat. Als Aslan sich entgegen der Regeln des Wohnheims mit seinem Freund auf dem Zimmer einschließt, wird er von der pädagogischen Leiterin der Gruppe mit folgenschweren Sanktionen konfrontiert.

Zweifelhafte erzieherische Maßnahmen in sozialen Einrichtungen, Homosexualität, Islam, Migration – mit ihrem zweiten Roman „Lieber nie als heute“ nimmt die Bammentaler Autorin Andrea van Bebber Probleme ins Visier, die in der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion eine hohe Brisanz haben. Im Zentrum stehen starre Grenzen – innere und äußere – die verletzen und zerstören, die einer Menschlichkeit jede Entfaltungsmöglichkeit nehmen.

Illustrationen aus dem Buch und zahlreiche weitere Bilder, in einem stimmungsvollen Ablauf und mit speziell produzierter Musik untermalt, begleiten die Lesung und lassen uns eintauchen in eine anrührende und gleichsam packende Geschichte.