Die zauberhafte Jelena Schumann und ihre einfallsreichen Freunde sind wieder da!

Die illustrierte Neuausgabe des Kinderbuches Ich heiße Jelena Schumann ist erschienen!

Der Kinderroman Ich heiße Jelena Schumann wurde 1998 von der preisgekrönten serbischen Autorin Vesna Aleksic geschrieben. Er erzählt von einer Gruppe Kinder, die jeden Abend ihre Wünsche, Ängste und Träume auf einer Treppe vor einem Wohnhaus miteinander teilen. Sie grenzen sich durch dieses Abendritual von der Erwachsenenwelt ab, die jene kindliche Dimension eines nächtlichen Adrenalinschubs ausgelöst vom reinen Geschichtenerzählen und dem Gefühl, auf sich alleine gestellt zu sein, nicht mehr kennt. Die Inhalte ihrer Dialoge und Erlebniswelten wirken durch die vorbeifahrenden Scheinwerferlichter und den thronenden schwarzen Himmel lebendig, ausdrucksstark und unmittelbar. Aleksic veröffentlichte bisher über 25 Kinder- und Jugendbücher – ihre revolutionäre Rolle in der Kinder- und Jugendbuchliteratur wurde durch den Literaturpreis „Zmaj“ anerkannt.

Diese Neuausgabe von „Ich heiße Jelena Schumann“ wird von zauberhaften Illustrationen begleitet. Marija Golinger, die Illustratorin, wurde 1983 in Belgrad geboren. Sie beendet gerade ihr Masterstudium an der Universität der Bildenden Künste in Belgrad. Ihre Werke waren bisher in mehreren Gruppenausstellungen in Belgrad und einer in Italien zu sehen.

Erkunden Sie die Bilder…

 

Fotos: © Marija Golinger; © GolubBooks

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Annette Hass, Die Astraumnauten

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Annette Hass‘ erster Roman Die Astraumnauten wurde im September 2014 im GolubBooks-Verlag veröffentlicht. Über die Motive, die sie dazu inspiriert haben, einen Jugendroman zu schreiben, erzählt die Autorin Folgendes:

„Als Deutsch- und Lateinlehrerin am Gymnasium sehe ich mich alljährlich mit der Auswahl von Jugendbüchern konfrontiert, die ich mit meinen Schülern behandeln möchte oder ihnen empfehlen kann. Schwierig wird es immer dann, wenn ich mich zwischen Romanen entscheiden muss, die aktuelle Themen behandeln, und Erzählungen, die über die Zeitgeschichte aufklären wollen. Deshalb hatte ich die Idee, eine Vereinigung von beidem zu versuchen. Als Verbindungslehrerin habe ich einen sehr guten Einblick in die Probleme der Teenager und als Lateinlehrerin liegt es mir besonders am Herzen, die Kinder für die antike Welt zu begeistern, aus der sie meiner Meinung nach viel lernen können. Aufgrund dieser Bestrebung und meiner Erfahrungen mit Pubertierenden entstand der Roman „Die Astraumnauten“, der Lesefreude bereiten, aber auch Wissen vermitteln will.“

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Die erste Autorenlesung fand am 22.09. im KOHI-Kulturraum statt. Annette Hass begeisterte mit ihrem Jugendroman Die Astraumnauten und einer Geschichte, die Raum und Zeit sprengt. Wir präsentieren Ihnen einige Auszüge aus der Rede der Autorin…

„In meinem Beruf als Lehrerin beobachte ich täglich Teenager, die nicht zufrieden mit sich sind und sich mit den von Fotoshop bearbeiteten Models in irgendwelchen Magazinen vergleichen. Auch ich selbst, vor allem als ich Schülerin war, fand meine Nase zu groß etc. Immer habe ich mich unwohl gefühlt und hatte Angst, nicht zu gefallen. Wenn man dann Fehler an anderen entdeckt, die man für perfekt gehalten hat, ist die Schadenfreude groß. Dabei sind Heidi Klum und Co. vielleicht ganz nette Menschen, die es nicht verdient haben, dass man ihnen ihr Glück missgönnt.

Ebenso ergeht es Anna, der Protagonistin dieses Romans, den ich geschrieben habe. Sie ist hübsch, schlank und klug, bei den Lehrern beliebt und hat viele Freunde. Doch dann kommt mit der Pubertät eine hässliche Akne, die sie entstellt, und selbst ihre beste Freundin Petra kann ihre Schadenfreude nicht verbergen. Endlich hat auch Anna einen Makel! Der Klassenanführer Alexander, genannt Alexander der Große, beginnt sie zu hänseln und die anderen Mitschüler machen mit. Bald wird Anna richtig gemobbt und zwar nicht nur verbal. Keiner traut sich, sie zu verteidigen. Anna leidet so sehr unter der Ausgrenzung, dass auch ihre schulischen Leistungen nachlassen. Doch zu Hause hat sie niemanden, dem sie sich anvertrauen kann. Die Mutter, die fast nur Augen für ihren hochbegabten jüngeren Sohn hat, hält Anna für faul und setzt sie unter Druck.

Am liebsten flüchtet Anna daher in ihre Träume. Hier ist die Welt in Ordnung. Hier hat sie glatte Haut und ist wunderhübsch. Sie kann sich an alle möglichen Orte wünschen, Orte, die sie aus ihrer Vorstellung kennt, von denen sie gelesen oder Bilder gesehen hat.

Eines Tages kommt ein neuer Mitschüler, Otto Retter, in ihre Klasse. Irgendwie ist er anders als die anderen… Der Terror in der Schule geht weiter. Die Situation droht zu eskalieren, als die Klassenkameraden unter Alexanders Führung handgreiflich zu werden drohen. Otto setzt sich unerwartet für Anna ein und plötzlich erscheint er auch noch in ihren Träumen. Während die reale Welt immer bedrohlicher für Anna wird und auch Otto in eine zwiespältige Lage gerät (denn die anderen fordern von ihm, sich zwischen ihnen und Anna zu entscheiden, und drohen ihm ebenfalls mit Ausgrenzung), rätselt Anna, ob auch Otto sich an die gemeinsam durchreisen Nächte erinnert. In ihren Träumen erleben die beiden einige Abenteuer und reisen durch die Antike, um die Griechen und Römer kennen zu lernen…

Ob Otto die gleiche Fähigkeit wie Anna hat? Können die beiden wirklich in die Vergangenheit reisen und diese vielleicht sogar verändern? Anna würde sich das wünschen, um ihre Situation zu verbessern. Und dann ist da noch dieser mysteriöse Bärtige, der Anna und Otto immer wieder in den Traumreisen erscheint. Während Anna beginnt, sich in Otto zu verlieben, hat dieser nur noch Augen für ein anderes Mädchen…

Wie die Geschichte weitergeht, verrate ich natürlich nicht. Ich würde mich aber freuen, wenn Sie die Hochglanzmagazine aus der Hand legen und aufhören, sich mit anderen zu vergleichen. Sie sollen sich annehmen, wie Sie sind, und sich nicht nur dann gut fühlen, wenn es anderen schlecht geht. Vielleicht hilft Ihnen dieses Buch ein wenig dabei. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und Träumen… Denken Sie immer daran, dass Träume auch wahr werden können!“

Frances Hodgson Burnett: Das Puppenhaus

Presseinfo

Autor: Benjamin Alt

Puppen HP Cover

In der Ecke hinter der Cynthias Kinderzimmertür steht ein altes, schäbiges Puppenhaus. Einst Cynthias ganzer Stolz, wurde es mitsamt seinen Bewohnern in die Ecke verfrachtet, als zu ihrem Geburtstag ein neues, größeres Puppenhaus seinen Platz in Cynthias Herzen einnahm. Nicht, dass dieses Schicksal der Puppenfamilie etwas ausgemacht hätte – sie mussten in ihrer langen Geschichte schon allerhand durchmachen, verloren Körperteile und Familienmitglieder, blieben jedoch über die Jahre der lustigste, fröhlichste und glücklichste Haufen in der Puppenwelt. Nach dem Umzug in die Ecke ließ man sie wenigstens in Ruhe, und sie konnten ungestört ihren Spaß haben – bis ihr Familienidyll durch allerlei Komplikationen in äußerste Gefahr gerät.

Frances Hodgson Burnett erzählt die Geschichte einer Puppenfamilie, die sich nicht unterkriegen lässt. Wenn die Menschen nicht hinschauen, erwachen die Puppen zum Leben und bewohnen gemeinsam mit Mäusen und Spatzen eine Welt, die den Erwachsenen oft fremd geworden ist. Es ist eine fröhliche Welt, trotz Armut und Not, in der es kein Problem gibt, das sich nicht durch Lachen, Spaß und Familienzusammenhalt lösen ließe. Das Holterdiepolterhaus ist eine Geschichte darüber, wie leicht es sein kann, glücklich zu sein – nicht nur in der Welt der Puppen.

Frances Hodgson Burnett wurde 1849 in der nähe von Manchester in England geboren. Nach ihrem Umzug nach Knoxville, Tennessee, wurde sie Schriftstellerin und erlangte mit Little Lord Fauntleroy (Der kleine Lord,1886) erste Berühmtheit. Neben den Klassikern der Kinderliteratur A Little Princess (Sara, die kleine Prinzessin,1905) und The Secret Garden (Der geheime Garten, 1911) veröffentlichte sie den erfolgreichen Historienroman A Lady of Quality (1896). Sie starb 1924 in New York. Little Lord Fauntleroy, A Little Princess und The Secret Garden wurden nach ihrem Tode mehrfach verfilmt und als Broadway bzw. Off-Broadway-Musicals adaptiert.

Benjamin Alt ist Politikstudent am Institut d’Études Politiques de Paris und übertrug F. H. Burnetts Kinderbuch ins Deutsche.

Serbische Erzählungen

Anthologie

Sophia Weiss, Herausgeberin

Serbische HP

Die serbische Literatur des Realismus stand
unter dem starken Einfluss der europäischen, v.a. russischen und französischen
Literatur. Einige Besonderheiten des Literaturlebens (z.B. Polyzentrismus) und
spezifische Merkmale der damaligen serbischen Gesellschaft sorgten für die
Vielfältigkeit und dynamische Entwicklung des serbischen Realismus.

Im Gegensatz zum europäischen Realismus, dessen Hauptgattung der Roman war, dominierte im serbischen Realismus die Kurzprosa. Dieser Band präsentiert eine Auswahl von Erzählungen bedeutender Autoren, die neben ihrer Gemeinsamkeiten, die typisch für den europäischen Realismus sind, auch individuelle Merkmale aufweisen, die bezeichnend für die südslawische bzw. serbische Literatur sind. Bei den meisten Autoren dominieren folkloristische und regionale Elemente. Das zentrale Thema ist das Dorfleben, während das individuelle Schicksal im Fokus steht. In einigen Werken sind gleichzeitig auch Charakteristiken der Moderne (Laza Lazaravić) oder des Naturalismus (Simo Matavulj) bemerkbar.

In dieser Anthologie sind serbische Erzählungen vom Realismus bis zur Moderne versammelt. Die Bedeutung dieser Prosa für die serbische Literaturgeschichte ist unbestreitbar. Sicherlich können auch moderne Leser an diesem literarischen Medaillon aus vergessener Zeit Gefallen finden.

Inhalt

Milovan Glišić, Die erste Pflugfurche

Petar Kočić, Der Erzpriester von Mračaj

Laza Lazarević, Zum ersten Male mit dem Vater zur Frühmesse

Simo Matavulj, Julias Geburtstag

Branislav Nušić, Die Hochzeitsgabe

Borisav Stanković, St. Georgstag