Literarische Veranstaltungen am Feudenheim-Gymnasium: Annette Hass Weber, Die Astraumnauten

Literarische Veranstaltungen im Schuljahr 2016/17

„Die Fachschaft Deutsch des Feudenheim-Gymnasiums veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Zweigstelle der Stadtbibliothek Mannheim, die sich im selben Gebäude befindet, in jedem Schuljahr Autorenlesungen. (…)

Träumen – nicht viele Tätigkeiten des Menschen beflügeln derart die Fantasie wie diese. Auch die von Annette Weber, die dieses Thema ins Zentrum ihres ersten Jugendromans rückte, aus dem sie nun am FGM vorlas. In den Genuss dieser literarischen Veranstaltung kamen die Schülerinnen und Schüler der 7a und b, die eine besondere Lesung erlebten. Klar: Annette Weber las aus ihrem Werk „Die Astraumnauten“ besondere Passagen vor. Und so erfuhren die Zuhörer von den Problemen Annas in der Schule und ihren Reisen während ihrer Träume, die sie in weit entfernte Welten brachte. Doch dabei blieb es nicht: Es gab nicht nur etwas für das Ohr, sondern auch für das Auge. Mit einem Beamer projizierte die Autorin Sandmalerei an die Wand, die das Gelesene zeitgleich eben in Bilder umsetzte. „Das war eine Idee der Illustratorin“, freute sich Annette Weber darüber, dass dieser Bestandteil der Lesung bei den Schülerinnen und Schülern so gut ankam.

Zum Schluss verriet sie noch, dass ein zweiter Teil in Planung ist und bis dahin sollten die Zuhörer das machen, was sie mit einem eingespielten Lied den Kindern am Ende der Lesung mit auf den Weg gab: Live your dream.“

 

Lesemeile auf der Hirschbrücke

Lesungen für Kinder und Jugendliche

Brückenaufgang Süd

Samstag, 11. Juli 2015

Unbenannt

15.55 Uhr

Tamara Golubovic liest aus Vesna Aleksic, „Ich heiße Jelena Schumann„.

 

Unbenannt1

Lesung und Gespräch: Andrea van Bebber

Andrea van Bebber kommt am 9. Juni 2015 zu einer Lesung und einem Gespräch mit Dozierenden der Sozialen Arbeit an die Evangelische Hochschule Ludwigsburg.

Lesung, Andrea van Bebber, Ludwigsburg

Aslan Yilmaz lebt in der Therapeutischen Wohngruppe eines Jugendheims. Sein Vater, ein gläubiger Moslem, lehnt jeden Kontakt zu ihm ab, seit er von der Homosexualität seines Sohnes erfahren hat. Als Aslan sich entgegen der Regeln des Wohnheims mit seinem Freund auf dem Zimmer einschließt, wird er von der pädagogischen Leiterin der Gruppe mit folgenschweren Sanktionen konfrontiert.

Zweifelhafte erzieherische Maßnahmen in sozialen Einrichtungen, Homosexualität, Islam, Migration – mit ihrem zweiten Roman „Lieber nie als heute“ nimmt die Bammentaler Autorin Andrea van Bebber Probleme ins Visier, die in der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion eine hohe Brisanz haben. Im Zentrum stehen starre Grenzen – innere und äußere – die verletzen und zerstören, die einer Menschlichkeit jede Entfaltungsmöglichkeit nehmen.

Illustrationen aus dem Buch und zahlreiche weitere Bilder, in einem stimmungsvollen Ablauf und mit speziell produzierter Musik untermalt, begleiten die Lesung und lassen uns eintauchen in eine anrührende und gleichsam packende Geschichte.

Lesung in Bammental – Andrea van Bebber liest aus ihrem Roman „Lieber nie als heute“

Am Mittwochabend (04.02.2015) begrüßte die Büchereileiterin Frau Petra Köhler mehr als 70 Gäste in der Gemeindebücherei Bammental, die sie mit Kerzen, Blumen und gedämpftem Licht in einen intimen Literatursalon verwandelt hatte. Die Literaturliebhaber waren gekommen, um einen Abend mit der heimischen Autorin Andrea van Bebber zu verbringen, die ihren neuen Roman „Lieber nie als heute“ vorstellte.

Die Lesung wurde von einer interessanten Audio-Slideshow eingeleitet — sie zeigte Arbeiten von Aljoscha van Bebber, der seit Jahren in der Mannheimer Graffiti-Szene aktiv ist. Vor den Augen des Publikums entfalteten sich unter anderem einige bearbeitete und verfremdete Fotografien, die den Roman schmücken, begleitet mit elektronischer Musik von Benjamin und Aljoscha van Bebber. Daraufhin ließ Andrea van Bebber ihre ausdrucksstarken Figuren zu Wort kommen. Die ausgewählten Auszüge stellten in Form eines Literatur-Croquis die Hauptfiguren des Romans vor. Jedem Charakter wurde eine Stimme verliehen und mit jedem Abschnitt erkannte der Zuhörer zunehmend die jeweilige Meinung der Figur zu der unangenehmen Lage des jungen Aslan Yilmaz, eines islamisch aufgezogenen Teenagers, der aufgrund seiner Homosexualität von seiner Familie verstoßen wurde und nun in der Therapeutischen Wohngruppe eines Jugendheims lebt. Im Laufe des Abends wurde deutlich, dass alle Figuren derart von ihrer sozialen Schicht, Kultur, Erziehung und ihren steifen Vorgehensschemata vorbelastet sind, dass ihre Haltungen, Ratschläge, Eingriffe und „Hilfestellungen“ stümperhaft an Aslans wahrer Lage vorbeizugehen scheinen.

Nach einer kleinen Pause, in der die Gäste beim Genießen der Getränke und Häppchen erste Eindrücke über das Buch austauschen konnten, ging die Lesung mit weiteren spannenden Romanauszügen weiter. Mit einigen lockeren Wortgefechten der Figuren, die für Lacher im Publikum sorgten, beendete die Autorin Andrea van Bebber die Lesung, ohne zu viel über den Ausgang des Romans zu verraten. Die anschließenden Fragen der Besucher entlockten der Autorin ein paar Antworten, die tiefere Einblicke in den Entstehungsprozess des Romans erlaubten.

Am Ende konnten interessierte Besucher am Büchertisch, den Frau Barbara Sigloch, Inhaberin der Buchhandlung STAIGER, aufstellen ließ, Kopien des Romans erwerben. Das erlaubte den Besuchern, ihre Exemplare auch gleich von der Autorin signieren zu lassen. In dieser lockeren Stimmung wechselten Gäste und Autorin einige Worte über den Roman und die Veranstaltung – so fand ein gelungener Abend seinen Ausklang.