WortMosaik, Heft 2

WortMosaik, Zeitschrift für Literatur und Kunst

EDITORIAL HEFT 2

Nicht ganz pünktlich (und dafür entschuldigen wir uns bei unseren Lesern, sowie Autoren und Künstlern), aber hoffentlich immer noch rechtzeitig, erscheint Heft 2 unseres „Mosaiks der Wörter“. Die hier versammelten literarischen Beiträge – facettenreich, kontrovers, kritisch, polemisch, modern, traditionell, weltoffen, in sich geschlossen, ungewöhnlich, alltäglich, makaber, ehrlich oder nicht, einfach, kompliziert, humorvoll, ernst, verspielt, konventionell, unkonventionell… – stellen ein Abbild der gegenwärtigen Literatur dar. Unsere Autoren werden von ausgesuchten Illustrationen, Photographien und Abbildungen der Kunstwerke verschiedener Künstler begleitet. Dabei ist die visuelle Begleitung eine selbständig denkende und empfindende Komponente. Sie zeigt eigene Meinungen und Emotionen, die manchmal im Einklang mit dem Werk sind, ihm jedoch manchmal auch widersprechen.

In dieser Ausgabe von „WortMosaik“ erwarten Sie Essays, Lyrik, Kurzprosa, Romanauszüge, Photographien … deutscher und internationaler Autoren und Künstler. Die englischsprachigen Autoren (B.J. Hollars, A. Marek, J. Pinnock, V. O’Riordan, Z. Strachan) erscheinen hier erstmals in deutscher Übersetzung. Obwohl einige im deutschsprachigen Raum noch nicht bekannt sind, gehen wir davon aus, dass sich dies in Zukunft ändern wird. In Heft 2 haben Lyrik, Kurzprosa und Romanauszüge deutscher Autoren (A. Calum, F. Hischmann, C. Knirsch, M. Pricha) ihren Platz gefunden, wobei zwei unserer Autoren (A. Classen, deutscher Professor an einer amerikanischen Universität und J.A. Brown, bilingual aufgewachsener Autor englischer Herkunft, der auf Deutsch schreibt) über die Grenzen verschiedener Kulturen und Sprachen hinausschreiten, was sich in ihren Werken widerspiegelt.

Unser Cover ist ruhig und konservativ, mit einer unkonventionellen und zugleich provokativen Abbildung. Es kündigt das Kunstthema des Heftes an – Streetart – in dessen Rahmen wir ein Essay über den Straßenkünstler Bansky (B. Alt) veröffentlichen. Der Grundton mehrerer Beiträge der vorliegenden Ausgabe ist düster und harmonisiert mit der Atmosphäre und der politischen und gesellschaftlichen Kritik, welche die Straßenkünstler dieser Ausgabe des „WortMosaiks“ äußern.

Wir halten uns nicht an Genre-, Orts-, Stil-, Themen-, Kultur-, oder irgendeine andere Art von Grenzen. Das Potential der gegenwärtigen Literatur und Kunst, die wir Ihnen präsentieren, soll ein Genuss sein, aber auch die Einladung zur Überschreitung von Grenzen, die unsere Gedanken einschränken.

Die Redaktion

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